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Prägen und Gravieren

Industriezweige welche Kunststofffolien oder Papier weiterverarbeiten, benötigen häufig Oberflächen mit einem natürlichen, unregelmässigen, steinähnlichen Aussehen. Um die gewünschte Oberflächenbeschaffenheit zu erzeugen, wird die Folie oder das Papier zwischen einer strukturierten Prägewalze und einer Presswalze gepresst. Eine thermisch gespritzte Schicht, welche auf eine neue oder bereits verwendete Prägewalze aufgebracht wird, erzeugt eine gleichförmige, regellose Textur. Die Grössenordnung des Oberflächenmusters wird weitgehend über die Rauhigkeit der Schicht eingestellt und liegt zwischen 10µm und 300µm Rz. Für das Prägen von Mustern werden meist dickere Kupferschichten verwendet.

In der Druckindustrie werden für Aniloxwalzen meistens thermisch gespritzte Schichten verwendet. Eine dichte, homogene Beschichtung aus Chromoxid wird auf diese Walzen aufgespritzt und anschliessend durch Lasergravieren mit einem feinstrukturierten Muster versehen. Die beschichteten Walzen sorgen während des Druckvorganges für die Übertragung der Druckfarbe. Die Schichten sind verschleissbeständig und gegen die heute benützten Druckfarbenrezepte auf Wasserbasis auch korrosionsbeständig.

Riffelwalzen für die Herstellung von Wellpappe sind mehr als vier Meter lang. Das Oberflächenprofil dieser Walzen wird regelmässig durch den Einsatz der Dünnschichttechnik oder mit Hilfe verschleissbeständiger thermisch gespritzter Schichten instand gesetzt.


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